KINDERWUNSCHZENTRUM

Einige Paare werden ungeplant und ohne Versuch schwanger, andere haben trotz aller Bemühungen keinen Erfolg. Die moderne Medizin kann heute jedoch Auswege aus der ungewollten Kinderlosigkeit schaffen. Paare, die sich eigene Kinder wünschen und von alleine nicht schwanger werden können, wenden sich vertrauensvoll ans Kinderwunschzentrum, um gemeinsam mit erfahrenen Fachärzten der Reproduktionsmedizin die Möglichkeiten im Einzelfall zu planen und durchzuführen.

Was ist ein Kinderwunschzentrum?
Kinderwunschzentren im Umkreis von Bonn sind Einrichtungen, die sich ausschließlich der Reproduktionsmedizin widmen und erfahrenes medizinisches Personal beherbergen. In den Fällen, in denen der unerfüllte Kinderwunsch nach 1-2 Jahren aktiver Versuche nicht einfach am falschen Zeitpunkt oder an zu seltenem Geschlechtsverkehr liegt, können die Mediziner im Kinderwunschzentrum mehrere moderne Verfahren ausprobieren, um eine Schwangerschaft herbeizuführen. In Frage kommen beispielsweise die künstliche Befruchtung, In-vitro-Fertilisation, hormonelle Stimulation oder auch kleinere Eingriffe, um körperliche Hindernisse zu beseitigen, wenn die Ursache ungewollter Kinderlosigkeit daran liegt. Das Kinderwunschzentrum ist aber auch dann die richtige Anlaufstelle, wenn eine Frau ohne Partner eine künstliche Befruchtung wünscht. Männliche Samenspender können hier für diese und ähnliche Fälle, etwa bei Unfruchtbarkeit des Partners der Frau, Spermaspenden abgeben und auf diese Weise eine künstliche Befruchtung ermöglichen. Viele Kinderwunschzentren bieten auch ein erweitertes Programm in Form von Kursen rund um die Mutter- und Vaterschaft, Yoga oder Informationsveranstaltungen an.

Kinderwunschzentren gibt es in den meisten Ländern der Welt, vornehmlich aber in den Industrienationen. Deutsche Kinderwunschzentren haben sich eng an die deutschen Gesetze zu halten. Es spricht allerdings auch nichts dagegen, sich im EU-Ausland in einem vertrauenswürdigen und anerkannten Kinderwunschzentrum behandeln zu lassen, wenn dort eine Behandlungsmethode angeboten wird, die sicher ist und in Deutschland (noch) nicht praktiziert wird. In jedem Fall sollte der Gang zum Kinderwunschzentrum einer Absprache mit dem behandelnden Gynäkologen folgen. Er kann die Empfehlung aussprechen, wenn es an der Zeit ist, sich zur Erfüllung des Kinderwunsches zusätzliche medizinische Hilfe zu holen. Auch kann er einige Kinderwunschzentren empfehlen oder vielleicht sogar Erfahrungswerte weitergeben, wenn sich eine Frau oder ein Paar für ein Zentrum entschieden hat. Hat es dann mit dem Kinderwunsch geklappt, kann der ausgesuchte Gynäkologe zudem die Schwangerschaft betreuen und vielleicht sogar die Geburt miterleben – denn das leistet das Kinderwunschzentrum nicht mehr.

Sicherlich würden viele Paare und Frauen mit Kinderwunsch am liebsten nach der ersten unwillkommenen Regelblutung Rat und Hilfe im Kinderwunschzentrum einholen. Die ungewollte Kinderlosigkeit wird immer mehr zum Problem und liegt etwa zu gleichen Teilen am Mann, an der Frau und vielfach sogar an beiden. Vom unerfüllten Kinderwunsch sprechen Mediziner allerdings erst nach 1-2 Jahren erfolgloser Versuche, schwanger zu werden. Da in einigen Fällen gar kein ernstes körperliches Problem vorliegt, sollte sich das Paar oder die Frau vor dem Gang zum Kinderwunschzentrum an den Gynäkologen wenden – es sei denn, das ausgewählte Kinderwunschzentrum bietet auch diagnostische Leistungen an, was zum erweiterten Angebot gehören kann. Erst, wenn tatsächlich ein Problem festgestellt wird, empfiehlt sich eine Beratung von hochqualifizierten Fachärzten im Kinderwunschzentrum. Zudem muss vorher abgeklärt werden, ob die Krankenkasse einen Teil der Kosten trägt oder wie eine private Versicherung mit dieser Behandlung umgeht. Nicht zuletzt haben Behandlungen der Reproduktivitätsmedizin eine starke persönliche Komponente, die für das Paar sehr wichtig und emotional ist. Sofern die Frau diese Entscheidung nicht allein trifft, sollte sie also mit dem Partner die Methoden besprechen, die in Frage kommen – für beide.