Brustvergrößerung in Bonn

Die Brustvergrösserung dient einer schöneren, größeren und ästhetisch neu geformten weiblichen Brust. Zwei Methoden kommen hierzu im Jahr 2013 zum Einsatz: Die Vergrößerung durch Implantate und diejenige durch Eigenfett. Um wie viele Körbchengrößen sich die Brüste vergrößern sollen, kann die Frau in Absprache mit dem kosmetischen Chirurgen selbst entscheiden. Auch über die Art der Brustvergrößerung wird sie umfassend beraten, denn die angebotenen Methoden und die eingesetzten Implantate sind unterschiedlich indiziert und können neben Vorteilen auch Nachteile aufweisen. Entscheidend ist hierbei, dass eine Brustvergrößerung zu einem sicheren und ästhetisch perfekten Ergebnis führt. Eine genaue Information zur individuellen Brustvergrößerung kann nur der Chirurg selbst geben, da weibliche Brüste so unterschiedlich wie die Frauen selbst ausfallen.

Gründe für die Brustvergrößerung

Für kosmetische Brustoperationen gibt es unterschiedliche Motive, sie werden auch nach Krebsbehandlungen mit Entfernung einer Brust durchgeführt und in solchen Fällen regelmäßig von den Kassen übernommen. Die rein ästhetisch motivierten Brustvergrößerungen basieren manchmal darauf, dass die Brüste ungleichmäßig und nicht sehr ästhetisch geformt sind, manchmal erscheinen sie auch im Verhältnis zur Körpergröße der Frau und ihrer übrigen Figur zu klein. Nach Schwangerschaften nehmen ebenfalls manche Frauen eine Brustvergrößerung vor, um das ursprüngliche Volumen wieder zu erreichen. Die Straffung des Brustgewebes ist ein weiteres Motiv. Frauen fühlen sich danach im privaten und beruflichen Bereich wesentlich besser, sie können ihre Weiblichkeit besser zum Ausdruck bringen und werden einfach anders akzeptiert. Geeignet ist die Brustvergrößerung für Frauen, die aktuell einen unbefriedigenden Körperbau beklagen, keine Bedenken gegen den (sehr sicheren) Eingriff haben und schon eine Weile mit dem Gedanken an eine Brustvergrößerung befasst sind. Sie werden stets in die Zukunft denken müssen, da so ein Eingriff zwar natürlich reversibel ist, jedoch sich Menschen prinzipiell nicht allzu oft kosmetisch operieren lassen. Frauen, die ein idealisiertes Bild von weiblichen Brüsten haben, sollte noch einmal darüber nachdenken und sich vom Chirurgen gründlich beraten lassen. Nicht alle Vorstellungen sind realistisch und zielführend.

Die Brustvergrößerung mit Eigenfett

Die Brustvergrößerung mit eigenen Körperfettanteilen kann das gewünschte Ergebnis bringen, wenn es sich um eher kleine Korrekturen handelt. Das Verfahren ist zwar nicht grundlegend neu, es wird schon seit mehr als einem Jahrhundert mit Eigenfetttransplantationen experimentiert. Im Grunde liegt der Gedanke sehr nahe, weil Körperfett natürlich, weich und formbar ist, dennoch stößt die Brustvergrößerung mit Eigenfett stets auf die Schwierigkeit der Formung der Brüste. Auch Entzündungsreaktionen, nicht eingeheiltes Fettgewebe, Ölzystenbildung, Verkalkungen sowie unvorhersehbarer Abbau von eingebrachtem Fettgewebe können sehr problematisch sein. Inzwischen haben sich einige Kliniken auf die Brustvergrößerung mit Eigenfett spezialisiert und führen sie relativ erfolgreich durch. Frauen, die Silikonimplantate ablehnen und ohnehin nur eine kleinere Korrektur wünschen, kommen damit gut zurecht. Es handelt sich oft um Patientinnen, die an anderen Körperstellen – Hüften, Beine, Bauch und Po – ohnehin Fettpolster loswerden wollten und gleichzeitig eine Brustvergrößerung wünschen. Das aus anderen Körperpartien gewonnene Fett muss gereinigt und aufbereitet werden, danach spritzt es der Chirurg gezielt in definierte Brustebenen. Der Eingriff ist aufwendig und nicht ganz billig, die Fettabsaugung muss zudem geplant gewesen sein. Die Brustvergrößerung mit Eigenfett funktioniert also unter recht spezifischen Voraussetzungen.

Brustvergrößerung mit Implantaten

Bei einer Brustvergrößerung mit Implantaten kann der Chirurg diese über unterschiedliche Zugangswege (Hautschnitte) einbringen. Prinzipiell eignen sich die Unterbrustfalte, der Rand des Warzenvorhofes sowie die Achselhöhle. Die Wahl des passenden Zugangsweges hängt von der Brust selbst, der Größe des Implantats und persönlichen Präferenzen der Patientin ab. Es ist nicht jeder Hautschnitt an jedem Körper indiziert. Das Kissen selbst kann auch auf verschiedene Weise platziert werden, grundsätzlich legt es der Chirurg entweder vor oder aber hinter den Brustmuskel. Der Eingriff dauert rund eine Stunde (50 bis 75 Minuten), es erfolgt eine leichte Vollnarkose. Die Patientinnen können frei entscheiden, ob sie die Klinik am selben Tag verlassen möchten oder noch eine Nacht zur Beobachtung bleiben. Komplikationen treten äußerst selten auf.

Nach der Brustoperation

Für die Dauer von einigen Tagen treten die üblichen postoperativen Schmerzen auf, hiergegen helfen normale Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol. Die Brüste schwellen nach der Operation an, daher sollten sie einige Tage lang mit Kühlpacks (Drogeriemarkt, Apotheke) gekühlt werden. Die Haut kann sich blau verfärben, weil leichte Einblutungen ins Gewebe erfolgen. Das ist nach jeder Operation normal. Nach einer Woche verfärben sie sich gelb und erhalten danach wieder ihren ursprünglichen Teint. Auch Gefühlsänderungen an oder unterhalb der Brustwarze treten nur für eine kurze Zeit auf. Die Patientin ist nach etwa einer Woche wieder arbeitsfähig, sollte aber körperlich keine großen Anstrengungen unternehmen. Ein Stütz-BH wird für die Dauer eines Monats empfohlen. Dieser kann später auch als Sport-BH verwendet werden. Sport mit Beanspruchung der Brustmuskulatur – dazu zählt auch Heben der Arme – sollte für rund sechs Wochen unterbleiben. Es entstehen durch die Operation feine Hautschnitte, die nach einem halben Jahr vollständig verblasst sind. Das ist ebenfalls bei jeder Operation der Fall.

Risiken einer Brustoperation

Jede Operation bringt das Risiko von Infektionen (Entzündungen) mit sich, dieses Risiko minimieren die Ärzte durch die Gabe von Antibiotika während des Eingriffs. Die Antibiotika nimmt die Patientin noch für weitere fünf Tage als Tablette ein. Auch eine Nachblutung durch aufplatzende Gefäße ist nicht auszuschließen, der Fall tritt aber äußerst selten auf. Daher wird eine Übernachtung empfohlen. Dass sich das Kissen in der Brust verschiebt, verhindert der Stütz-BH, auch redressierende Pflasterverbände wirken dem entgegen. Um das Implantat bildet sich nach einiger Zeit eine bindegewebige Kapsel, das ist gewollt und normal. Lediglich wenn es zu einer Kapselfibrose kommt, also einem Zusammenziehen und Eindicken des Bindegewebes, wäre das Implantat zu entfernen. Dieser Fall ist heutzutage sehr selten, die Ärzte unterbinden das mit Drainagen, die das Ansammeln von Wundwasser verhindern. Auch gerissene Implantate sind nur noch äußerst selten zu beklagen, hierzu beraten die Chirurgen ausführlich hinsichtlich der Wahl eines hochwertigen Implantats.

Vor- und Nachteile von Zugangswegen

Die verschiedenen Zugangswege für die Implantate haben ihre eigenen Vor- und Nachteile. Die jeweiligen Schnitte sind zwischen vier und fünf Zentimeter lang, kleinere Schnitte sind nicht möglich. Wenn die Kissen zu sehr gequetscht werden würden, könnte der quer vernetzte Gelkern verletzt werden. Die Zugangswege sind der inframammäre Schnitt (Unterbrustfalte), der periareoläre Schnitt (Warzenhof unten) und der axilläre Schnitt (Achselhöhle).

  • inframammärer Schnitt: ermöglicht gute Kontrollmöglichkeiten und Übersicht für den Arzt, Kissen ist einfach zu platzieren, auch für größere Kissen geeignet, Schnitt (Narbe) ist bei leicht hängender Brust (Normalfall) unsichtbar, allerdings bei Bildung der Brustumschlagfalte an anderer Stelle eventuell doch sichtbar
  • periareolärer Hautschnitt: gut geeignet bei gleichzeitiger Bruststraffung und/oder Verkleinerung der Brustwarzen, gute ärztliche Übersicht, aber nur für kleinere Kissen geeignet
  • axilliärer Hautschnitt: narbenfreie Brust, die Narbe in der Achsel verblasst ebenfalls vollständig, aber eingeschränkte ärztliche Kontrollmöglichkeiten bei der OP wegen großer Entfernung zwischen Schnitt und Implantatlager, große operative Erfahrung erforderlich

Ob die Operation offen oder endoskopisch erfolgen soll, ist ein weiterer, oft diskutierter Punkt. Die endoskopische Vorgehensweise erscheint auf den ersten Blick vorteilhaft, allerdings bringt sie gerade beim inframammären Schnitt (Unterbrustfalte) eine geringere Einsicht des Operateurs in das zu behandelnde Gebiet mit sich. Vor der Achselhöhle aus wird wiederum das endoskopische Vorgehen sehr empfohlen, es wurde in den 1990er Jahren vom amerikanischen Chirurgen Prof. Dr. Feller entwickelt und durch Ärzte wie Prof. Dr. Galla aus München im Zuge der Facharztausbildung bei Professor Feller übernommen. Prof. asoc. Galla war der erste deutsche Chirurg, der das Verfahren in einer deutschen Privatklinik für die ästhetische Brustvergrößerung einsetzte, daher liegen hinsichtlich der axilliären Methode sehr große Erfahrungen vor. Die Methode wurde durch Dr. Galla in den letzten anderthalb Jahrzehnten permanent weiterentwickelt und hat eine hohe Stufe der Perfektion erreicht. Die eingesetzte Methode hängt aber – siehe oben – immer von weiteren Faktoren ab, welche mit den Patientinnen in einem persönlichen Gespräch geklärt werden müssen.

Positionierung der Implantate

Die Implantate können vor und hinter dem Brustmuskel platziert werden, insgesamt kommen die drei Positionen auf (epipectoral/subglandulär), über (subfascial) und unter (subpectoral) dem Brustmuskel infrage. Andere im Internet kommunizierte Methoden hinter vier Brustmuskeln erscheinen eher fragwürdig und werden von der internationalen Fachliteratur abgelehnt.

  • epipectorale Platzierung (auf dem Brustmuskel): Einlage des Kissens in eine Tasche unter dem Brustdrüsengewebe, vorteilhaft durch kurze Dauer des Eingriffs, schmerzärmer, aber bei schwachem Bindegewebe weniger geeignet
  • subfasziale Platzierung (unter der Muskelhaut): Kissen liegt unter der Pektoralisfaszie (Bindegewebsschicht) und gleichzeitig auf dem Brustmuskel, eine effektive und relativ unaufwendige Methode
  • subpectorale Platzierung (unter dem Brustmuskel): Kissentasche unter dem Brustmuskel, ein sehr befriedigendes und sehr sicheres, aber aufwendiges Verfahren mit höheren postoperativen Schmerzen, die aber durch Schmerzmittel gut zu unterdrücken sind

Die Dual-Plane-Methode

Hierbei handelt es sich um eine Zwei-Schichten-Methode, welche den Straffungseffekt mithilfe des Implantats sehr deutlich verbessert. Bei leicht hängendem Busen erzielt diese Operationsvariante einen ästhetisch sehr befriedigenden Effekt. Die Methode kann bei submuskulärer Implantat-Platzierung angewendet werden, Dr. Tebbetts beschrieb sie erstmals im Jahr 2006. Der Chirurg bildet hierbei eine Tasche unter und über dem Brustmuskel, der danach einfacher gleiten kann. Das Implantat spannt dadurch das Drüsengewebe besser auf.

Welches Brustimplantat?

Brustimplantate können mit Ölen, Silikon oder Kochsalz gefüllt sein. Die Hüllen der Implantate bestehen aus mehreren Silikonschichten. In der Vergangenheit wurden sehr oft Kochsalz oder verschiedene Öle verwendet. Kochsalzgefüllte Brustimplantate haben leider eine kürzere Lebensdauer, ihre Hülle kann reißen, wonach das Kochsalz ausläuft. Auch fühlt sich Kochsatz nur wenig natürlich an. Ein weiterer bedenklicher Punkt sind mögliche Lufteinschlüsse, die während des Befüllens der Kissen auftreten können. Diese führen zu Gluckergeräuschen, was sich in vielen Situationen des Lebens als nachteilig erweist. Für ästhetische Brustvergrößerungen setzt daher kaum ein Chirurg noch Implantate mit Kochsalzfüllungen ein. Das Öl wiederum in den Implantaten wurde ranzig, da es Zersetzungsprozessen unterliegt. Diese Implantate mussten alsbald ausgetauscht werden. Am meisten hat sich hoch gereinigtes medizinisches Silikon bewährt, es wurde schon von Anbeginn an verwendet. Bei der Verwendung von flüssigem Silikon-Gel bestand jedoch die Gefahr des Auslaufens bei einem Riss des Implantats. Inzwischen setzt man kohäsives (hochvernetztes) Silikon-Gel ein, ein Auslaufen ist nicht mehr möglich. Das Gel entwickelt eine Konsistenz wie bei Gummibärchen, bleibt also mittels Memory-Effekt formstabil. Das Risiko von Brustkrebs durch ein Brustkissen ist definitiv nicht gegeben. Der neueste Standard mit kohäsiven Silikonkissen gilt als außerordentlich sicher und ermöglicht ein ästhetisch vollkommen befriedigendes Ergebnis. Die Frauen können mit diesen Brustimplantaten Sport treiben, tauchen und natürlich Intimverkehr haben. Ein Zerreißen der Kissen bei einem Autounfall durch den Sicherheitsgurt ist nicht bekannt. Die Hersteller geben inzwischen eine lebenslange Garantie auf diese Implantate, diese müssen also nicht noch einmal ausgetauscht werden.

Brustimplantate glatt oder texturiert sowie anatomisch

Brustimplantate mit glatten Hüllen bewirken unter Umständen, dass um die Hülle herum das Bindegewebe eine Kapselfibrose entwickelt. Inzwischen sind nahezu alle Operateure zu texturierten Oberflächen übergegangen, die gut einheilen und mit ihrer aufgerauten Oberfläche das Fibroserisiko sehr deutlich minimieren. Auch die Form der Implantate hat sich verändert. Während anfangs nur runde Kissen eingesetzt wurden, verwendet man heute vielfach tropfenförmige Implantate. Bei diesen ist der untere Pol mehr betont, sie kommen der natürlichen Form der weiblichen Brust näher und werden daher als anatomische Implantate bezeichnet. Beide Formen haben jedoch ihre Vorzüge, denn runde Implantate betonen den oberen Brustteil und erzeugen damit einen Push-Up-Effekt. Anatomische Implantate können theoretisch auch bis zum Einwachsen rotieren, das tritt aber äußerst selten auf. Zusätzlich können Patientinnen zwischen unterschiedlichen Variationen hinsichtlich der Form, der Breite und der Höhe zusätzlich zum Volumen wählen. Damit lässt sich eine Brust der Figur der Frau sehr gut anpassen. Frauen haben hier persönliche Wunschvorstellungen, die sie mit dem Arzt besprechen sollten.

Hersteller von Brustimplantaten

Die Zahl der wirklich guten Hersteller ist weltweit begrenzt, vor allem das nötige Silikon kommt nur von wenigen ausgesuchten Lieferanten. Hier sind höchste Qualitätsstandards gefragt, die sich auch an den Garantien der Hersteller ablesen lassen. Die Firma Eurosilikon gibt auf ihre Produkte die lebenslange Garantie, die von den Patientinnen gewünscht wird. Natürlich hat der Skandal um die französische Firma PIP große Verunsicherung erzeugt, hier handelt es sich aber um eindeutig kriminelle Machenschaften, die prinzipiell in jeder Branche vorkommen können. Die Implantate waren mit Industriesilikon gefüllt, das aufgrund seiner chemischen Substanz erst die Implantathüllen beschädigte und danach die Gesundheit der Frauen gefährdete. Prinzipiell halten moderne Implantate lebenslang, das Wechseln nach zehn oder fünfzehn Jahren ist nicht mehr nötig. Selbst wenn eine Hülle wider Erwarten reißen sollte, tritt kein Silikon aus. Natürlich liegen mit den texturierten Implantaten der jüngsten Generation seit den 2000er Jahren noch keine jahrzehntelangen Erfahrungen vor, dennoch wurden die Kissen umfangreichen Tests mit der Simulation von Langzeiteinwirkungen unterzogen, die nach zertifizierten Industriestandards durchgeführt werden.