NATURHEILKUNDE

Naturheilkunde in Bonn – was ist das eigentlich? Einerseits steht bei der Deutung des Begriffs sicherlich im Vordergrund, dass Heilung mithilfe natürlicher Mittel erzielt werden soll und man dabei genau wissen muss, wie man vorzugehen hat. Das Vorkommen von Heilmitteln in der Natur ist reich gesät, man muss es nur zu nutzen wissen. Und das heißt auch: sich ihnen zu öffnen, in gewissem Sinn an ihre Wirksamkeit zu glauben. Andererseits steht es jedem frei, Experimente auf eigene Faust zu wagen, wobei der Erfolg nicht immer gegeben sein muss. Es ist ein großer Schritt von den Erfahrungen der Naturvölker bis hin zu moderner Heilkunde, deren Bemühungen nicht unumstritten sind. Die Grenzen zwischen einer angeblichen Wunderheilung und der Anwendung schonender Methoden zum Erreichen eines besseren Gesundheitszustands sind fließend. Als vermittelnde Instanz werden die Heilpraktiker angesehen, die oft genug auf ihre Intuition angewiesen sind.

Naturheilverfahren in Bonn verfolgen denselben Zweck wie andere medizinische Methoden, allerdings unter Verwendung anderer Mittel. Ihr Bestreben ist es, die Entstehung von Krankheiten zu verhindern, zur Genesung beizutragen oder auch, dauerhaft bestehende Symptome in ihrem schmerzlichen Ausmaß zu lindern. Dabei setzen sie weitgehend auf eine Aktivierung der Selbstheilungskräfte und eine Stärkung des Immunsystems. Manche Naturheilverfahren in Bonn verfolgen eine lange Tradition, die sich im Laufe der Zeit verändert hat, immer wieder einmal neu aufgegriffen wird und teilweise auch prinzipientreu und streng auf ihre Vorläufer zurückgreift. Andere dagegen sind so weit entwickelt, dass es schwierig scheint, in ihnen noch den natürlichen Ursprung zu entdecken. Der Unterschied zwischen verschiedenen Formen der Akupunktur und der Ozontherapie zum Beispiel ist gewaltig. Dennoch ist kein Verfahren rundweg abzulehnen, wenn es dem Selbstverständnis der Anwender und den Erwartungen derer, die davon profitieren sollen, entspricht.

Viele Behandlungsweisen basieren auf Erfahrungen. Das ist immer dann der Fall, wenn ihr Nutzen durch wissenschaftliche Methoden nicht nachgewiesen werden kann. Dennoch zeitigen sie mitunter sogar recht spektakuläre Heilerfolge, die nicht von der Hand zu weisen sind. Überzeugte Schulmediziner berufen sich in solchen Fällen gern auf den Placeboeffekt, lassen dabei aber außer Acht, dass auch Kinder, Pflanzen und Tiere davon betroffen sind. Auf diesem weiten Feld der Therapie dürfte das Phänomen der Einbildung, das als Erklärung oft zurate gezogen wird, jedoch keine große Rolle spielen. Auch hierbei scheint eine Glaubenssache die exakte Begründung zu ersetzen und damit das Spektrum wissenschaftlicher Methodik zu bereichern. Erfahrungsheilkunde lässt sich durch suggestive Praktiken nicht erklären, aber in ihren Auswirkungen erleben.

Anstatt Einzelerscheinungen zu kurieren, stellt die Ganzheitsmedizin den gesamten Organismus ins Zentrum ihrer Bemühungen. Krankheiten werden nicht isoliert betrachtet, sondern als Zeichen eines gestörten Zusammenhangs, wobei auch das Umfeld eine gewichtige Rolle spielt. Das Allgemeinbefinden kann nur dann zufriedenstellend sein, wenn sämtliche in Rede stehenden Ebenen miteinander harmonieren. Die Ganzheitsmedizin spannt den Bogen gelegentlich so weit, dass auch kulturelle Determinationen und die spirituelle Orientierung des Patienten in die Diagnostik mit einbezogen werden. Seine Erkrankung wird nicht als mehr oder weniger zufällig verstanden, sondern als ein Stadium der Entwicklung, dessen Ursachen es auf die Spur zu kommen gilt. Es handelt sich, davon ist man überzeugt, weniger um einen Defekt, der behoben werden muss, als vielmehr um den sichtbaren Auswuchs einer bedrohlichen Situation. Sie muss zunächst verändert werden, bevor an eine Heilung zu denken ist. Vielleicht ergibt sie sich dadurch auch von allein.