Die Godesburg wurde vom Kölner Erzbischof Dietrich I. errichtet und unter Konrad von Hochstaden umgebaut und erweitert. Sie war lange Zeit Lieblingssitz der Kölner Erzbischöfe. Als der Kölner Erzbischof Gebhard Truchsess von Waldburg sich während der Reformationszeit mit der Gräfin Agnes von Mansfeld vermählte und zum Calvinismus übertrat, verstieß er gegen den Augsburger Religionsfrieden. Er wurde seiner Ämter enthoben, sein Nachfolger sollte Herzog Ernst von Bayern sein. Doch er verschanzte sich auf der Godesburg, was schließlich zu deren Zerstörung führte. Seit dem Umbau 1959 beherbergte die Ruine der Godesburg ein Hotel und ein Restaurant. Heute sind in dem alten Hoteltrakt Wohnungen vermietet. Der Turm ist im Sommer zu Besichtigungen freigegeben und bietet einen atemberaubenden Ausblick über die Kölner Bucht, die Stadt, das Siebengebirge und das Rheintal.Unterhalb der Godesburg befinden sich die Michaelskapelle und der Burgfriedhof mit seinen geschmückten Grabstätten des Großbürgertums aus der Jahrhundertwende. Auch der Schauspieler Paul Kemp fand dort seine letzte Ruhe. Heute ist der Burgfriedhof Nordrhein-Westfälisches Kulturerbe.