Um das Jahr 1000 entstand Pützchen, das im Rheinischen Brünnchen heißt. Es wurde benannt nach dem Adelheidsbrunnen, aus dem der Legende nach Wasser hervorsprudelte, als die Äbtissin Adelheid während einer Dürre um Gottes Hilfe betete. Sie wurde Namensgeberin der 1724 erbauten, heute denkmalgeschützten Sankt Adelheids-Kirche. Dem schwefelsauren Quellwasser wurden später Heilkräfte zugeschrieben, sodass sich Pützchen/Bechlinghoven zu einem Wallfahrtsort entwickelte.

Aus dem Kult ging auch die Pützchen Markt hervor, ein fünftägiges Volksfest, das mit Riesenrad und zahlreichen Fahrgeschäften und Kirmesbuden zu den beliebtesten im Rheinland zählt.

Pützchen hat heute etwas über 5.000 Einwohner und sich in Teilen, besonders im alten Ortskern, seinen idyllischen Charakter mit kleinen Einzelhandelsgeschäften bewahrt. Das Schulangebot umfasst eine Grundschule, Gesamtschule sowie ein Mädchengymnasium. Pützchen/Küdinghoven hat traditionsbewusste Vereine und ist eine Hochburg des Rheinischen Karnevals.