Auerberg

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Bonn-Castell

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Bonn-Zentrum

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Buschdorf

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Bonner Südstadt

Südstadt

Tannenbusch

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Dransdorf

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Dottendorf

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Endenich

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Graurheindorf

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Gronau

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Ippendorf

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Kessenich

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Lessenich / Messdorf

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Poppelsdorf

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Röttgen

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Ückesdorf

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Venusberg

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Weststadt

Weststadt

Bonn

Die kreisfreie Großstadt Bonn liegt im südlichen Bereich von Nordrhein-Westfalen und ist eine Bundesstadt. Sie zählt zu den zwanzig größten Städten in Deutschland, seit sie zum 31.12.2014 auf eine Einwohnerzahl von 313.958 kam. Bonn befindet sich zu beiden Ufern des Flusses Rhein und ist aktuell rein faktischer Regierungssitz von Deutschland. Zwischen den Jahren 1949 und 1990 galt Bonn als vorübergehende Bundeshauptstadt und war bis zum Jahre 1999 sogar gesetzlicher Sitz der Regierung.

Geschichte 
Erst nachdem die Römer im Jahr 9 nach Christus die Varusschlacht verloren hatten, wurde deren Präsenz in Bonn deutlicher als zuvor. Später stationierte sich im nördlichen Bereich vom heutigen Bonn eine Legion. In einer kleinen Siedlung um diese Legion herum ließen sich kleine Händler und Handwerker nieder.
Bonns Untergang in der Spätantike bzw. dem frühen Mittelalter war zeitgleich dem Ende des Römischen Reiches. Bonn erlitt in den Jahren 882 und 883 schwere Erschütterungen. Die Stadt wurde innerhalb dieses kurzen Abstandes zweimal überfallen, geplündert und gebrandschatzt. Zeitgleich begingen die Wikinger ihre Raubzüge durch das Rheinland.
Im 9. Jahrhundert hat sich ein geistliches Zentrum, nämlich die Villa Basilika, entwickelt. An der Stelle, wo sich heutzutage der Markt befindet, entwickelte sich bereits damals eine Marktsiedlung. Im Jahre 1243 gab es dann endgültig vollständige Stadtrechte.


Im Jahre 1288 fand eine weitere Schlacht statt, nämlich jene von Worringen. Auch diese hatte große Bedeutung für die weitere Entwicklung Bonns. Die Kurfürsten von Köln machten die Städte Poppelsdorf, Brühl und Bonn zu ihren Residenzen und Wohnsitzen, wodurch diese Städte ihren bis heute bekannten barocken Glanz erlangt haben. 1794 endete diese Zeitetappe durch die Besetzung durch Truppen aus Frankreich. 1815, nach Napoleons Niederlage, fiel Bonn an Preußen. Von Preußen wurde die Stadt in der darauffolgenden Zeit auch stark geprägt, vor allem von der neugegründeten Universität. Es gab bereits zum Ende des 18. Jahrhunderts eine Universität in Bonn, welche jedoch 1794 geschlossen wurde. Als Preußen die Universität neugründete, war diese Neugründung ein Part des Gründungsprogrammes, zu dem ebenso die Schlesische Universität in Breslau wie auch die Friedrich-Wilhelms-Universität in Berlin gehörte. Durch den Beinamen „Rheinische“ bei der Hochschule von Bonn sollte deutlich werden, dass sie eine Schwester der Breslauer und auch Berliner Universität ist. In den kommenden 100 Jahren reifte sie zum favorisierten Studienplatz der Hohenzollern-Prinzen heran.
Es folgte eine sehr harte Zeit. In der Zeit des Nationalsozialismus wurden circa eintausend Bonner ermordet. Die größte Zahl der Opfer waren Menschen mit jüdischem Hintergrund. Es gab viele tausende Flüchtlinge, Verhaftete oder Menschen, die in Konzentrationslager gesperrt wurden. Am 9. März 1945 wurde der zweite Weltkrieg durch das Einrücken der US-Truppen in der Stadt Bonn beendet. Zu diesem Zeitpunkt waren die Gebäude zu 30% zerstört. Von diesen 30% waren 30% gänzlich zerstört und 70% leicht in Mitleidenschaft gezogen. Durch die zahlreichen Angriffe durch Bomben verloren etwa 4000 Bonner Bürger ihr Leben. Die Stadt wurde am 28.05.1945 durch britische Truppen besetzt.
Als der Zweite Weltkrieg damit zu Ende war, erblühte Bonn relativ zügig wieder mit ihrem Neu-, Auf- und Ausbau. Ein wesentlicher Grund dafür lag in der Entscheidung, dass Bonn an Stelle von Frankfurt am Main zum vorläufigen Regierungssitz Deutschlands ausgerufen wurde. Dies geschah am 29.11.1949. Im Anschluss erfolgte erneut ein Wandel. Dieser Strukturwandel dauert bis heute an. Träger dessen sind internationale Organisationen und Institutionen der Wissenschaft, hinzugezogene Bundesbehörden, verbliebene Ministerien sowie die Verwaltungszentralen von großen deutschen Unternehmen. Der Grund für diesen Wandel liegt in dem Gesetz zur Umsetzung des Beschlusses des Deutschen Bundestages, auch Berlin/Bonn-Gesetz genannt. Dies erfolgte am 20.06.1991 und bildete die Vollendung der deutschen Einheit. Das Parlament und Teile der Regierung zogen weg, die Bundespost wurde privatisiert und ebenso zogen große Parts der diplomatischen Vertretungen weg.

Sehenswürdigkeiten der Stadt Bonn und deren Umland
Das Wahrzeichen der Stadt Bonn nennt sich „Bonner Münster“ und wurde im 11. Jahrhundert gebaut. Des Weiteren existieren viele Kirchen. Als eines der ältesten Exemplare wird die Doppelkirche in Schwarzrheindorf bezeichnet.
Von großer historischer Bedeutung ist auch das Becken in der Remigiuskirche in der Brüdergasse, in welchem Beethoven getauft worden ist.
Sehr sehenswert und ein Genuss für das Auge ist die im Stile der Jesuiten-Gotik erbaute Kirche in der Bonngasse.
Nicht mehr direkt in Bonn, sondern in Poppelsdorf, lohnt sich ein Besuch der von Christoph Wamser erbauten Kreuzbergkirche aus den Jahren 1627 und 1628. Diese wurde in der Mitte des 18. Jahrhunderts durch Balthasar Neumann mit dem Anbau der sogenannten Heiligen Stiege erweitert. Im Jahre 1871 wurde die Kirche dann als Hauptkirche der Stadt gegründet und zählt bis heute zu den größten Gotteshäusern des Evangelismus im Rheinland. Auch sehr schön für architektonisch interessierte Besucher Bonns, ist die Alt-Katholische Kirche St. Cyprian in der Adenauerallee in Bonn.
Wunderschön für Spaziergänge, zur Erholung, zum Sport treiben oder schlicht und einfach zum Seele baumeln lassen, ist der 160 Hektar umfassende Landschaftspark namens Rheinaue. Im Jahr 1979 war er Austragungsort der Bundesgartenschau und wird heute als Naherholungsgebiet sowie auch für Open-Air-Konzerte, Flohmärkte und weitere Feste von Jung und Alt gern genutzt.