Duisdorf war eine selbständige Gemeinde im Bonner Landkreis, bis 1969 der neue Stadtbezirk Hardtberg gegründet und Duisdorf sowie auch das benachbarte Lengsdorf in die damalige Bundeshauptstadt eingemeindet wurden. Duisdorf, das vor der kommunalen Neugliederung nicht nur Teile Bonns, sondern auch Ortsteile von Alfter umfasste, wurde auch Sitz des Hardtberger Bezirksrathauses.

Röttgen, Lessenich Buschdorf sowie Ippendorf gehören seit der Reform, die zum 1. August 1969 in Kraft trat, ebenfalls zur Stadt Bonn. Alfter wurde zu diesem Zeitpunkt ebenfalls als Gemeinde neu gegliedert und umfasst heute neben dem Ort Alfter auch Oedekoven, Impekoven sowie Witterschlick und Gielsdorf. Heute wohnen in Duisdorf, dessen erste Silbe ähnlich wie ein „ü“ (vergleichbar mit der Aussprache der Ruhrgebietsmetropole Duisburg) ausgesprochen wird, etwa 14.000 Menschen.

Zur Zeit der Kurfürsten im Bonner Raum war Duisdorf der Sitz eines Schöffengerichtes. Als die Region im 19. Jahrhundert zu Preußen gehörte, wurde das damals außerhalb Bonns liegende Dorf 1816 dem Bürgermeisteramt von Poppelsdorf angegliedert. Im Jahr 1904 erhielt Duisdorf dann einen eigenen Bürgermeister. Aus dieser Ortsverwaltung entstand 1927 das Amt Duisdorf.

In Duisdorf sind Teile des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz angesiedelt. Auch zahlreiche Mitarbeiter des Familienministeriums des Bundes, des Bundeswirtschaftsministers sowie des Bundesgesundheitsministers haben hier ihre Arbeitsstätte. Bis vor der Jahrtausendwende wurden dafür auch Gebäude der früheren Troilokaserne genutzt. In Hardtberg-Duisdorf findet sich auch eine wichtiger Bereich des Bundesarbeitsagentur: Die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung.
Vielen bekannt ist die nahe Hardthöhe, die auch nach dem Umzug von Kanzleramt und Bundestag nach Berlin der Hauptsitz des Verteidigungsministeriums ist.