HNO HEILKUNDE

Die Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde (HNO) in Bonn befasst sich mit Erkrankungen des Nasen-, Ohren- und Rachenraumes. Dazu gehört die Mittelohr- und Ohrmuschelchirurgie, die Nasen- und Nebenhöhlen-Chirurgie sowie die plastische Gesichtschirurgie. Die Speicheldrüsen, die Speiseröhre und die Luftröhre sowie Schilddrüsen-Chirurgie sind ebenfalls medizinische Leistungen einer HNO-Klinik. Hals-Nasen-Ohrenärzte behandeln auch Schnarchen, wobei sich ihr Fachgebiet mit der Schlafmedizin überschneidet. HNO-Ärzte sind für die Behandlung von Tinnitus zuständig und beschäftigen sich auch mit Allergien und Schwindelerkrankungen. Die Erkrankungen und Behandlungsmethoden im HNO-Bereich sind vielfältig und verlangen viel Fingerspitzengefühl.

Heute steht Ärzten in Bonn eine ganze Palette an modernen technischen Möglichkeiten zur Verfügung, die die Behandlung erleichtern oder sogar erst möglich machen. Einige Erkrankungen im HNO-Bereich sind schwer diagnostizierbar und daher ist auch die Therapie unbefriedigend. Je besser der Patient mitarbeitet und je genauer die Anamnese, desto genauer ist die Diagnose. Nur dann kann der tatsächliche Grund für einen Erkrankung im HNO-Bereich gefunden werden. Das trifft insbesondere auf die Symptomatik von Schwindel zu. Der kann harmlos sein, aber auch das Anzeichen einer ernsthaften Erkrankung, zum Beispiel für einen Hirntumor, sein.

Typische Erkrankungen im Nasenbereich sind Heuschnupfen, Nasenbluten, Geruchsstörungen, Rhinitis oder Tumore. Auch Schnarchen gehört dazu. Schnarchen kann viele Ursachen haben und ist nicht nur lästig, sondern mitunter auch gefährlich. Manchmal sind Alkohol oder eine genetische Veranlagung der Auslöser, es kann aber auch durch vergrößerte Polypen oder eine Verkrümmung der Nasenscheidewand zu verstärktem Schnarchen kommen. Da die Folgen des Schnarchens auch für den Partner des Erkrankten sehr unangenehm sind, muss eine gezielte Therapie erfolgen. Manchmal ist ein chirurgischer Eingriff notwendig. Eine gefährliche Form des Schnarchens ist die Schlafapnoe. Die Symptome stimmen mit denen des Schnarchens ein, doch der Betroffene hat Atemaussetzer und muss nachts eine Atemmaske tragen.

Das Mittelohr ist ein empfindliches Organ, das bei Kindern häufig erkrankt. Chronische Entzündungen können zu Schäden im Trommelfell und damit zu einer Schallleitungsschwerhörigkeit führen. Zur Behandlung ist dann beispielsweise die Implantation eines Hörgerätes erforderlich, die der HNO-Spezialist vornimmt. In diesem Fall benötigt er eine chirurgische Zusatzausbildung. Die Chirurgie des Mittelohres hat zum Ziel, einen dauerhaften Verschluss des Trommelfells zu beseitigen und dem Patienten wieder neues Hörvermögen zu schenken. Selbst zerstörte Gehörsknöchelchen können heute durch Implantate aus Titan ersetzt werden. Sogar bei Säuglingen kann man eine hochgradige Schwerhörigkeit oder Taubheit durch ein Implantat, ein „elektronisches Innerenohr“, behandeln. Hierbei wird der Hörnerv elektrisch stimuliert.

Auch hier ist die Bandbreite möglicher Behandlungsfelder groß im Bonnerraum. Patienten mit Schluckstörungen, chronische Heiserkeit oder bösartigen Tumoren im Kehlkopf- und Rachenbereich werden von HNO- Ärzten behandelt und je nach Art der Symptomatik anschließend in einem Tumorzentrum weiterbehandelt. Die Spezialisten in Kopf-Hals-Tumorzentren arbeiten eng mit der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie und Strahlentherapie zusammen und wenden möglichst schonende Heilverfahren an.
Harmloser sind Kehlkopfpapillome, eine durch Viren hervorgerufene Erkrankung im Kehlkopf. Dennoch könne sie zu einer Verengung der Luftwege und Atemnot führen und sind daher behandlungswürdig. Heute kann man sie sehr gut mit Lasertherapie abtragen. Auch stimmverbessernde Therapien bei funktionellen Störungen des Kehlkopfes sind heute kein Problem mehr. Hier behandelt der HNO-Arzt gemeinsam mit einem Logopäden.

Ein Kehlkopfkarzinom macht sich durch Heiserkeit bemerkbar und tritt hauptsächlich bei Rauchern auf. Die Behandlung besteht in der Entfernung des Tumors. Daran schließt sich eine Stimmrehabilitation an.
Luftröhrenerkrankungen führen immer zu Atemnot, weil die Lunge nicht mehr ausreichend mit Luft versorgt wird. Dies kommt in der Regel nach einer Langzeitbeatmung auf einer Intensivstation vor. Eine andere Ursache kann die vergrößerte Schilddrüse sein. Durch Einsetzen von Stents kann man die Luftröhre erweitern und sie von innen stabilisieren.

Ein großes Arbeitsgebiet ist die Audiologie bei Schwerhörigkeit und die Behandlung und Erforschung von Tinnitus. Die Methoden werden immer besser und feiner, sodass Patienten heute schneller geholfen werden kann.

Schwindel ist einer der häufigsten Gründe, der Menschen zum Arzt führt. Schwindelerkrankungen können eine ganze Palette von Symptomen mit sich führen. Die subjektive Wahrnehmung jedes Patienten ist dabei sehr unterschiedlich. Der eine empfindet Drehschwindel, der andere Schwankungsschwindel. Im HNO-Bereich stehen die peripheren Gleichgewichtsorgane im Vordergrund. Oft sind die Ursachen für Schwindel kreislaufbedingt, entstehen zum Beispiel durch Herz-Rhythmus-Störungen oder einen zu niedrigen Blutdruck.

Jeder Behandlung im HNO-Bereich muss eine intensive Ursachenforschung vorausgehen. Danach entscheidet der HNO-Arzt im Team, ob und wie ein operativer Eingriff erfolgen und wie die Nachbehandlung aussehen soll. Wer frühzeitig den Facharzt aufsucht, beugt chronischen und schweren Erkrankungen vor.